HP - Körperspiele

Körperspiele

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Den eigenen Körper gut zu kennen und aufs eigene Körpergefühl hören zu lernen kann uns dabei helfen, gesund und fit zu bleiben. Für die meisten Spiele, die ihr heute in der Daheim-Zeit findet, braucht ihr kein weiteres Material außer euch selbst und vielleicht eine*n Mitspieler*in.

Körperteil-Blues tanzen

Könnt ihr euch an diesen Tanz erinnern, den wir auf den Kinderbällen immer gemeinsam tanzen?

Da weiß die eine Hand nicht, was die andere macht

Du hast zwei Arme, die unterschiedliche Dinge gut können. Manchmal ist es auch gar nicht so leicht, diese Gewohnheiten von der anderen Hand erledigen zu lassen oder die Arme ganz unterschiedliche Dinge tun zu lassen. Das liegt daran, dass unser Gehirn verschiedene Tätigkeiten so oft gemacht hat, dass sie ganz tief eingeprägt sind, sodass das Gehirn nicht jedes Mal angestrengt „nachdenken“ muss, wenn du zB. ein Wasserglas zum Mund führst oder mit einem Stift deinen Namen schreibst. Dann können wir Dinge „automatisch“ tun, ohne uns konzentrieren zu müssen. Das ist im Alltag sehr praktisch (wenn auch nicht immer).
Du kannst dir das wie eine Autobahn im Gehirn vorstellen: Zuerst war da nur Wiese, aber dann ist jemand so oft drübergegangen, dass ein Trampelpfad daraus wurde. Dann hat man eine betonierte Straße gebaut und irgendwann ist das zu einer mehrspurigen Autobahn erweitert worden. Und alles nur, weil der Weg so oft gebraucht wurde.
Probier‘ doch mal aus, welche Gewohnheiten in deinem Hirn schon zu Autobahnen geworden sind. Oder was passiert, wenn du ganz neue Dinge probierst, die dein Gehirn noch nicht so oft geübt hat?

  • Mit welcher Hand schreibst/zeichnest du denn? Probier‘ doch mal aus, mit der anderen Hand ein Haus zu zeichnen oder deinen Namen zu schreiben. Gar nicht so einfach, oder?
    Wusstest du, dass Kinder nicht von Anfang an eindeutig Rechts- oder Linkshänder*innen sind? Bis zum 3. oder 4. Lebensjahr benützen sie abwechselnd beide Hände für ihre ersten Schritte in die Welt des Greifens oder Zeichnens.
  • Wenn du deine Schuhe zubindest, welcher Schnürsenkel kommt da beim ersten Knoten über den anderen Schnürsenkel? Links oder rechts? Und wenn du die Masche machst, machst du dann zuerst links oder rechts das Hasenöhrchen? Abläufe wir Schuhe-binden werden mit der Zeit auch tief in unser Gehirn eingeschrieben. Da merken wir erst so richtig, wenn wir es mal ganz anders machen wollen, wie komisch sich das anfühlt.
  • Was passiert, wenn deine Arme ganz unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig machen müssen? Klopfe mit einer Hand auf deinen Kopf und reibe dir gleichzeitig mit der anderen Hand den Bauch. Ganz schön schwer, die zwei Bewegungen sauber auszuführen. Wechsle die Hände auch ab. Macht es einen Unterschied, ob du mit rechts klopfst und mit links reibst, oder umgekehrt?

Wo ist die Ellenbeuge?

Spielt zu zweit. Mach die Augen zu und halte die Innenseite vom Unterarm bereit. Dein*e Mitspieler*in krault oder tapst jetzt mit kleinen kreisenden Bewegungen den Unterarm entlang, beginnend bei der Hand und Richtung Ellenbeuge. Versuche zu fühlen, wann er*sie bei deiner Ellenbeuge angekommen ist und sage „Stopp“, wenn du meinst, dass es soweit ist. Dein*e Mitspieler*in hält dann den Finger genau dort an, wo du Stopp gesagt hast, sodass du sehen kannst, wie weit er*sie gekommen ist? Wie gut hast du geraten?

Rückenbuchstaben

Ein Spiel für mindestens zwei Personen. Eine Person schreibt der anderen mit dem Finger einen Buchstaben (oder für Profis ein ganzes Wort) auf den Rücken. Der*die andere muss erraten, was da auf seinen*ihren Rücken geschrieben wird. Dann wechselt ihr die Positionen.
Für Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können, kommen natürlich eher leichte Symbole in Frage, zB. Kreis, Rechteck, Dreieck, usw. Oder ein Pfeil, bei dem sie erraten müssen, in welche Richtung er zeigt.
Am Ende könnt ihr euch alle gegenseitig den Rücken kraulen und wie große Katzen vor Zufriedenheit schnurren.
Probiert auch andere Körperstellen aus. Wie funktioniert das zB. auf dem Kopf oder auf der Fußsohle?

Proportionen messen

Proportion bedeutet „(Größen-)Verhältnis“. Bei deinem Körper bedeutet das, wie groß einzelne Teile deines Körpers sind, wenn du sie mit anderen Teilen deines Körpers vergleichst. Das kannst du selbst nachmessen und schauen, wie die Proportionen deines Körpers sind.

  • Wusstest du, dass deine Hand ungefähr so lang ist wie dein Gesicht? Und dein Fuß ist ungefähr so lang wie die Innenseite deines Unterarms. Wo findest du noch Teile an deinem Körper, die gleich lang sind? Vielleicht der kleine Finger und der große Zeh? Oder ein Fingernagel und der Bauchnabel?
  • Schnapp dir ein Maßband und miss dich ab. Leichter geht das natürlich zu zweit. Dabei könnt ihr euch auch abwechseln und dann auch gleich die ganze Familie vermessen.
    Wie groß bist du von der Ferse bis zum Scheitel?
    Wie lang sind deine Finger?
    Wie weit ist es vom Bauchnabel bis zum Kinn?
    Oder um dein Fußgelenk herum?
    Was kannst du noch alles vermessen?
    Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Kindern und den Erwachsenen bei verschiedenen Körperteilen?
  • Erwachsene haben andere Proportionen als Kinder. Wenn ein Erwachsener gerade steht, dann passt sein Kopf insgesamt 8x in seinen Körper hinein. Kinder haben größere Köpfe im Verhältnis zu ihrem Körper. Das bedeutet, dass ein Kinderkopf weniger als 8x in den Kinderkörper hineinpasst. Wie oft passt er bei dir hinein?
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