HP - Sinnesspiele1

Sinnesspiele (Teil 1)

Diese Woche steht ganz im Zeichen unserer Sinne, mit denen wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Deshalb wollen wir gemeinsam in der Daheim-Zeit unsere Sinne genauer entdecken, stärken und fördern. Die brauchen wir nämlich jeden Tag, wir sehen zum Beispiel die grüne Wiese vor unserem Haus und riechen die verschiedenen Blumen die darauf blühen, wir schmecken das leckere Schokoladeneis, wir hören wie die Vöglein zwitschern und wir fühlen die Grashalme die unsere Füße kitzeln, wenn wir barfuß durch die Wiese laufen. Zu all unseren Sinnen haben wir uns ein paar Übungen / Spiele ausgedacht die ihr ganz einfach daheim nachmachen könnt – Viel Spaß! (:

Wir fühlen mit der Haut

Die Haut ist das größte Organ, das wir haben und noch dazu ein ganz spezielles, sie ist nämlich eines unserer Fünf Sinnesorgane. Durch sie können wir verschiedene Dinge fühlen, zum Beispiel wenn wir gekitzelt werden oder wie sich warm und kalt anfühlen.

Hier ein paar Ideen, wie ihr diesen Sinn schärfen könnt:

Barfußparcours

Unseren Parcours könnt ihr entweder drinnen oder draußen machen und je nachdem wofür ihr euch entscheidet könnt ihr euch verschiedene Materialien zusammen suchen. Für draußen eignen sich gut kleine und große Steine, Sand, Gras, Nüsse, Moos und was ihr so finden könnt. Achtet nur darauf, dass ihr euch dabei nicht verletzt also nehmt bitte keine spitzen oder stacheligen Dinge.

Für drinnen könnt ihr zum Beispiel Watte, Stofftiere, Stifte (Achtung diese könnten etwas rutschig sein), zerknülltes Papier, Knöpfe und und und verwenden. Ihr könnt euch dabei entweder die Augen verbinden und zusätzlich zum Fühlen auch noch raten um was es sich unter euren Füßen handelt oder ihr tastet euch nur so über die verschiedenen Materialien, um herauszufinden wie sich diese anfühlen.

Wer lieber mit seinen Händen fühlen möchte, kann dies natürlich genau so machen. Hierzu könntet ihr verschiedene Materialien in Schüsseln geben und diese ertasten oder jemand anderes gibt sie euch in die Hand und ihr müsst ebenfalls raten um was es sich dabei handelt. Gut hierfür eignet sich zum Beispiel: Reis, Nudeln, Knöpfe, eine Bürste, Watte, Obst, Gemüse, Haarspangen, Stifte usw.

Wer das ganze schwieriger machen möchte kann auch viele verschiedene Dinge in einem Korb geben und mit geschlossenen Augen ertasten und erfühlen, um was es sich dabei handelt und die Dinge unterscheiden.

Kalt und warm

Wie ihr wisst, können wir mit unserer Haut auch fühlen ob etwas kalt oder warm ist.

Um dieses Empfinden zu schärfen, könnt ihr zwei Schüssel mit Wasser – einmal kalt und einmal warm – vor euch stellen und ausprobieren wie es sich anfühlt, wenn ihr vorher eure Hand in kaltes Wasser gebt und danach in warmes Wasser oder umgekehrt.

Wir hören mit den Ohren

Musik

Mit Musik lassen sich so viele Dinge ausdrücken; Freude und Schmerz, Genuss oder Aufregung. Aber es lassen sich auch wunderbar Geschichten erzählen. Dabei werden oft verschiedene Instrumente für bestimmte Charaktere verwendet. Sie stellen ihre Gefühle dar oder ihre Art zu gehen. Oder die Charaktere bekommen eigene Melodien; wenn diese sich wiederholen, weiß man, dass jetzt der eine oder andere Charakter auftritt. So eine wiederkehrende Melodie nennt man „Thema“.

Um sich das ein bisschen besser vorstellen zu können, laden wir euch ein, das Musikmärchen für Kinder „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew anzusehen. Hörst du, wie die Katze tapst oder der Vogel zwitschert oder der grummelige Großvater schwereren Schritts durch das Zimmer geht?



Geräusche raten

Dieses Spiel eignet sich gut für jüngere Kinder, jedoch kann man auch hier den Schwierigkeitsgrad steigern.

Ihr könnt verschiedene Geräusche abspielen für kleinere Kinder eignen sich hierzu besonders gut Tiergeräusche, die es dann zu erraten gilt.

Mit älteren Kindern können die Geräusche schwieriger werden, wie zum Beispiel ein tropfender Wasserahn, das Geräusch von einem Föhn oder Staubsauger, das Geräusch von einem Feuerzeug, das Tippen auf der Tastatur, das Öffnen eines Fensters und und und. Auch hier könnt ihr euch austoben. Achtet nur darauf, dass ihr die Geräusche nie zu laut abspielt denn das kann euren Gehörsinn längerfristig schädigen.

Geräusche nachmachen

Wer von euch kann du lustigsten Tierstimmen nachmachen? Oder so klingen, als wärst du ein Auto oder Flugzeug? Probiert es doch mal aus, vielleicht fallen euch auch noch andere Geräusche ein die man selber ganz einfach nachmachen kann.

Geräusch-Memory

Funktioniert wie normales Memory nur das man die gleichen Geräusche mit seinen Ohren erraten muss, anstatt sie sich mit seinen Augen zu merken.

Du brauchst:

  • mehrere Behälter, die man verschließen kann
  • Materialien, die Geräusche machen, wenn man sie schüttelt wie zum Bsp: Reis, Nudeln, Steine, Nüsse, Sand usw.

Füllt die Materialien paarweise in eure kleinen Behälter und vermischt diese dann auf eurem Tisch. Verbindet euch nun die Augen. Abwechselt darf nun jeder von euch zwei Dinge schütteln und muss erlauschen, ob es sich dabei um den gleichen Inhalt handelt.

Das Tolle bei diesem Spiel ist, dass durch das Hören euer Gehirn eine Verbindung schafft und zu dem Gehörten auch ein Bild in eurem Kopf entsteht. Dies fördert also nicht nur unser Hören, sondern auch unsere Fantasie.

Wir sehen mit den Augen

Manche Menschen können gar nicht sehen, auch wenn sie die Augen weit offen haben: sie sind blind. Sie lernen, ihre anderen Sinne einzusetzen, um sich in der Welt zurechtzufinden wie zum Beispiel das Hören oder das Fühlen. Es gibt auch eine Schrift für blinde Menschen, diese nennt sich Braille-Schrift und besteht aus vielen Knubbeln, die die verschiedenen Buchstaben bilden. Um sie zu lesen, muss man mit den Fingerspitzen drüberfahren und die Buchstaben so erkennen.

Blinde Menschen sehen auch keine Farben; sie haben daher andere Vorstellungen von Farben im Kopf als wir. Versuch doch mal, zu erklären, wie die verschiedenen Farben aussehen, wenn du dir vorstellst, dass dein Gegenüber noch nie eine Farbe gesehen hat? Wie könnte man das anstellen? Gar nicht so leicht, oder?

Wie blinde Menschen Farben fühlen oder schmecken können, erkundet Menena Cottin in ihrem besonderen Bilderbuch: „Das schwarze Buch der Farben“. Hier könnt ihr auch mal fühlen, wie sie Braille-Schrift anfühlt.

Ich sehe was, was du nicht siehst 

Dieser Spieleklassiker darf hier natürlich nicht fehlen. Egal ob beim Autofahren, im Wohnzimmer oder im Garten dieses Spiel macht immer Spaß!

Alle Mitspieler sitzen entweder zusammen in einem Kreis oder befinden sich nahe beieinander. Ein* Spieler*in beginnt und sagt: „ Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist blau“. Die anderen dürfen jetzt raten was um sie herum blau sein könnte, zum Beispiel der Vorhang, der Polster, die Mineralwasserflasche, der Teich, der See, der Vogel und und und ... Wer es richtig errät, ist als nächste*r an der Reihe.

Sachensuchen-Spaziergang

Diese Idee lässt sich super mit einem Spaziergang in der Natur verbinden. Überlegt euch zu Hause bevor ihr losgeht, was ihr denn gerne finden möchtet auf eurem Spaziergang, zB. ein altes Schneckenhaus, Gänseblümchen, einen Tannenzapfen, einen Pilz oder eine Nuss. Ihr könnt diese Dinge auf eurem Spaziergang einsammeln oder sie einfach genauer betrachten, daran riechen oder hören ob sie ein Geräusch machen. Seit dabei bitte nur vorsichtig nichts Giftiges, Stacheliges oder Lebendiges zu sammeln.

Tipp: Wenn ihr ein Fernglas oder eine Lupe Zuhause habt, könnt ihr diese auf euren Spaziergang mitbringen, um kleine Käfer, Blumen, Pilze oder Vögel, die sich in den Bäumen verstecken, näher und vergrößert zu beobachten.

Druckansicht
 


Österreichische Kinderfreunde Landesorganisation Niederösterreich
Niederösterreichring 1a · 3100 St. Pölten
02742 2255-500 ·

© 2015 Kinderfreunde. All rights reserved.